MIKROBIOLOGISCHES MONITORING

Luftkeimsammlung

 

Um eine vollumfängliche Betrachtung der mikrobiologischen Verhältnisse in Reinräumen ermitteln zu können bedarf es der Luftkeimsammlung. Ziel der Luftkeimsammlung ist die quantitative und gegebenenfalls qualitative Erfassung von mikrobiologisch relevanten Elementen.

 

Der große Vorteil der Luftkeimsammlung gegenüber anderen Verfahren ist, dass sich entdeckte Schimmelpilze, Bakterien und Viren sehr viel genauer – oft sogar bis auf Artenebene- bestimmen lassen. Dadurch ist eine detailliertere Einschätzung des Gefahrenpotentials möglich.

 

Jedoch sollte hierbei beachtet werden, dass es sich bei der Luftkeimsammlung um eine Momentaufnahme handelt. Dies ist vor allem deshalb beachtlich, weil die Keimbelastung in der Natur als auch im Innenraum oftmals erheblichen Schwankungen unterliegt. Sie ist stark abhängig von den Flugeigenschaften der entsprechenden Sporen usw., sowie Luftzirkulation, der Bewegung im Raum, der Feuchtigkeit, der Temperatur sowie der Staublast. Des Weiteren ist zu beachten, dass es sich bei den relevanten mikrobiologischen Elementen um Organismen handelt, welche in Konkurrenz zueinander stehen, sodass es auch Phänomene wie Überwucherung von einzelnen Organismen, sowie Hemmung oder Verlust der Keimfähigkeit auftreten können.  Aufgrund dessen ist eine regelmäßig wiederkehrende Luftkeimmessung für die Risikobetrachtung in Reinräumen zu empfehlen.

 

 Je nach Art und Umfang der Risikobetrachtung bieten wir drei unterschiedliche Messmethoden an.

 

Unterschieden wird hierbei zwischen der Sedimentationsmethode, Impaktionsmethode und der Filtrationsmethode

 

Die Sedimentationsmethode basiert auf dem Konzept der Sedimentierung, sprich dem Ablagern von Teilchen unter dem Einfluss der Gewichtskraft. Die sich aus Schwebstoffen bildende Schicht wird Sediment genannt.

 

Für diese Methode wird eine Sedimentationsplatte mit Agarnährboden mit der Öffnung nach oben hin offen im Raum positioniert und über einen gewissen Zeitraum stehen gelassen, sodass sich Schwebstoffe aus der Luft hier ablagern können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Impaktionsmethode bedient sich hierbei eines Rotationskopfes, welcher einen Luft Sog generiert. Die in der Luft befindlichen Keime treffen nun direkt auf einen Agarteststreifen im Inneren des Rotationskopfes auf. Dieser Vorgang ist auch Namensgeber der Methode und leitet sich aus dem englischen „impact“ (deutsch= Aufprall“) ab.

 

Vorteil dieser Methode ist die direkte Übertragung auf den Nährboden, dadurch verringert sich das Risiko von Artefakten. Diese Methode ist hinreichend für die quantitative Bestimmung von Pilzen und Bakterien in der Raumluft und durch die einfache Anwendung kosteneffizient

 

Anzumerken ist hierbei jedoch das eine qualitative Bestimmung nur beschränkt möglich ist und Viren sich hierdurch nicht bestimmen lassen können. Ferner kann es durch die Messung zu einer Reduktion der Keimfähigkeit kommen.

 

Eine weiter Messmethode ist die sogenannte Filtrationsmethode.

 

Hier wird ein Gelatine Filter vor der Ansaugpumpe positioniert, sodass die Mikroorganismen auf diesen auftreffen. Im Anschluss wird der Gelatinefilter auf einen Agarnährboden übertragen.

 

Durch diese Methode lassen sich grds. Sowohl qualitative als auch quantitative Aussagen ermitteln.

 

Besonders hervorzuheben ist hierbei die Bioaktivität der Membranporen. Hierdurch wird der Verlust der Keimfähigkeit gehemmt.

 

Ferner lässt sich die Gelatine auch auflösen, sodass eine genauere Betrachtung unter dem Mikroskop möglich ist.

 

Obwohl kostenintensiver, ist die Messung auch ertragreicher als andere Methoden.

 

 

 

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